Public Market Equivalent, Erklärung, Definition

Das universelle Konzept hinter Kaplan Schoar PME

Zur Geschichte der Public Market Equivalent Ansätze 1

Public Market Equivalent (PME) Ansätze werden entwickelt, um den Anlageerfolg von Private-Equity-Fonds im Hinblick auf öffentliche Märkte zu messen.

Long Nickels (1996) erarbeiteten die erste Benchmarking-Methode für den öffentlichen Markt, die als Indexvergleichsmethode (ICM) bezeichnet wird.

Mehr nebenbei schlugen Kaplan Schoar (2005) die inzwischen sehr bekannte KS-PME-Kennzahl als „sinnvollen Maßstab für LPs vor, da es die Rendite von Private-Equity-Anlagen im Vergleich zu öffentlichen Aktien widerspiegelt.“

Viele Leute glauben, dass die PME-Ansätze von Long Nickels (1996) und Kaplan Schoar (2005) zwei ziemlich unterschiedliche Konzepte sind.

Long (2008) zeigte jedoch, dass beide PME-Kennziffern auf einer gemeinsamen mathematischen Grundlage beruhen.

Wie lässt sich der Erfolg privater Investitionen mit den Methoden von Long Nickels (1996) und Kaplan Schoar (2005) messen? 2

Bezeichnen wir den Einzahlungsstrom C_t und den Auszahlungsstrom D_t für einen voll-realisierten Private-Equity-Fonds. Die Zeitpunkte der Zahlungsströme des Private-Equity-Fonds werden mit dem Zeitindex t=1,2,…,T bezeichnet. Den Aktienindex, den wir als Vergleichsgröße auswählen, stellen wir als I_t dar. Nach der Methode von Long Nickels (1996) übertrifft ein Private-Equity-Fond den Aktienindex, wenn

    \[  LN-PME = \sum_{t=1}^T \frac{D_t}{I_t} - \sum_{t=1}^T \frac{C_t}{I_t} > 0  \]

Nach der Methode von Kaplan Schoar (2005) übertrifft ein Private-Equity-Fond den Aktienindex, wenn

    \[  KS-PME = \frac{ \sum_{t=1}^T \frac{D_t}{I_t} }{ \sum_{t=1}^T \frac{C_t}{I_t} } > 1 \]

Für Long Nickels (1996) bildet man die Differenz; für Kaplan Schoar (2005) das Verhältnis – das ist der einzige größere Unterschied.

Verwenden eines Numeraires als gemeinsame Grundlage 3

Viele Menschen merken an, dass bei beiden Ansätzen eine systematische Risikoanpassung fehlt. Sorensen Jagannathan (2015) diskutierte jedoch, warum systematische Risikoanpassungen unter relativ milden Annahmen nicht erforderlich sind.

Die allgemeine Gültigkeit dieser PME-Methoden ergibt sich aus einem Konzept der Finanzmathematik, das man als die „Verwendung eines Numeraires“ bezeichnen kann.

Die Verwendung eines Numeraires ist eines der wichtigsten und universellsten Konzepte, das Finanzmathematiker (fast) ständig anwenden.

Die Idee hinter der Verwendung eines Numeraires ist erstaunlich einfach: Teilen Sie alle Zahlungsströme, Wertpapierpreise usw., die in einem Finanzmodell erscheinen, durch einen (komplett-ausfallfreien) Wertpapierindex, der somit als Numeraire fungiert. Um das nächste grundlegende Konzept in der Finanzmathematik zu erfüllen, das als „Martingal-Eigenschaft“ bezeichnet wird, sollten Sie einen breit diversifizierten Wertpapierindex als Nenner wählen.

Das ist alles!

Gewonnene Erkenntnisse 4

Kaplan Schoar (2005) PME ist im Grunde unkompliziert und dem Ansatz von Long Nickels (1996) sehr ähnlich: Teilen Sie alle privaten Zahlungsströme, mit denen sie zu tun haben, durch einen breit diversifizierten Wertpapierindex, was alle Finanzökonomen und Mathematiker gut finden werden!

Da die Methode leicht zu implementieren und zu verstehen ist, sollten alle Praktiker sie ebenfalls verwenden!

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Zitate

  1. Long, Austin M. und Craig J. Nickels. “A private investment benchmark.” Working Paper (1996).
  2. Kaplan, Steven N. und Antoinette Schoar. “Private equity performance: Returns, persistence, and capital flows.” The journal of finance 60.4 (2005): 1791-1823.
  3. Long, Austin. “The common mathematical foundation of ACG’s ICM and AICM and the K&S PME.” Alignment Capital Group, Research Paper (2008).
  4. Sorensen, Morten und Ravi Jagannathan. ”The public market equivalent and private equity performance.” Financial Analysts Journal 71.4 (2015): 43-50.

Autor

Christian Tausch
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